Marina Baranova
Salon de Ravel: Eine Hommage von Marina Baranova
Am 7. März 2025 erscheint das neue Album der ukrainischen Pianistin, Komponistin und Improvisatorin Marina Baranova beim Label Berlin Classics. Mit „Salon de Ravel“ feiert Baranova den 150. Geburtstag von Maurice Ravel, der am 7. März 1875 im französischen Küstenort Ciboure geboren wurde. Das Album vereint Ravels Werke mit Stücken von Borodin, Haydn, Chabrier, Fauré, Couperin und Grieg, und enthält zudem eine eigene Komposition Baranovas, inspiriert von Ravels Stil.
Marina Baranova, geboren 1981 in Charkiw, Ukraine, ist bekannt für ihre Vielseitigkeit und die innovative Verbindung von klassischer Musik mit modernen und experimentellen Ansätzen. Ihre musikalische Laufbahn begann früh: Schon im Kindesalter wurde sie am Musikgymnasium für hochbegabte Kinder in Charkiw aufgenommen und gewann mit elf Jahren ihren ersten internationalen Klavierwettbewerb. Nach ihrem Umzug nach Deutschland studierte sie bei Wladimir Krainew an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und lebt dort noch heute, zusammen mit ihrem Mann Damian Marhulets und ihren zwei Kindern.
Baranova ist nicht nur als Konzertpianistin erfolgreich, sondern auch als Komponistin und Improvisatorin. Sie kombiniert Klassische Musik mit modernen Elementen. Ihre Werke zeichnen sich durch synästhetische Elemente aus, die Töne mit Farben verbinden. Zu ihren Projekten gehören grenzüberschreitende Kompositionen wie das Album „Cosmic Calendar“ (2024), oder „Atlas of imaginary Places“ (2021), die beide beim Schwester-Label „Neue Meister“ erschienen sind.
Ein Dialog mit der Vergangenheit
Marina Baranova beschreibt ihr neues Album als eine Art musikalische Zeitreise. „Ich habe mich oft gefragt, wie es wäre, mit den großen Komponisten der Vergangenheit direkt zu kommunizieren“, erzählt sie. „Ravel war für mich immer eine faszinierende Persönlichkeit, dessen Musik eine Mischung aus Raffinesse und emotionaler Tiefe bietet.“
In „Salon de Ravel“ nimmt Baranova den Hörer mit auf eine musikalische Reise zu den Inspirationsquellen Ravels. Sie interpretiert nicht nur seine bekannten Werke, sondern auch seine Hommagen an andere Komponisten wie Borodin und Chabrier. Baranova arrangiert und interpretiert Stücke wie Ravels „Menuet sur le nom de Haydn“ und „Berceuse sur le nom de Gabriel Fauré“ neu für das Solo-Klavier. Als Komponistin bringt sie sich auf diesem Album auch ein, indem sie ein Stück im Stil von Ravel erschaffen hat. „Es ist eine Gratulation an Ravel zum Geburtstag, aber auch ein Ausdruck meiner tiefen Bewunderung für seine Kunst“, bemerkt sie. „Die Komposition ‚A la manière de Ravel‘ ist mein Versuch, seine musikalische Sprache zu erfassen und gleichzeitig meine eigene Perspektive einzubringen.“
Ein Salon der Klänge
Baranova sieht in ihrem Album auch eine Hommage an die Salon-Kultur der Jahrhundertwende, die Ravels Werk stark beeinflusste. „Die Salons waren Orte der Begegnung und des Austauschs, ähnlich wie die musikalischen Zusammenkünfte, die ich als Kind in meinem Zuhause in Charkiw erlebt habe“, erklärt sie. „Diese Atmosphäre des offenen Dialogs möchte ich mit meiner Musik wieder aufleben lassen.“ Vor kurzem eröffnete sie deshalb auch in ihrer Heimatstadt Hannover einen Klaviersalon in der Villa Seeligmann und lädt dort von Zeit zu Zeit befreundete Musikerinnen und Musiker zu bestimmten Themenabenden, oder einfach zum Improvisieren ein.
Der Titel „Salon de Ravel“ verweist auf die Tradition der Salonmusik und schafft einen Raum, in dem unterschiedliche musikalische Einflüsse aufeinandertreffen. Baranova wählte bewusst Stücke, die Ravels Fähigkeit zeigen, mit anderen Komponisten in Dialog zu treten. „Ravel liebte es, die Stile seiner Vorbilder aufzugreifen und mit seinem eigenen Tonfall zu bereichern“, sagt sie. „Diese Art des musikalischen Austauschs inspiriert mich bis heute.“ Ein Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart Mit „Salon de Ravel“ gelingt es Marina Baranova, die Grenzen zwischen den Epochen zu überwinden und die zeitlose Relevanz von Ravels Musik zu unterstreichen. „Musik ist eine universelle Sprache – Durch sie können wir mit den großen Meistern der Vergangenheit in Kontakt treten und gleichzeitig neue Wege für die Zukunft finden.“
Dieses Album ist ein besonderes Geschenk an Maurice Ravel und an alle Liebhaber der Klaviermusik, die den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart schätzen. Baranovas musikalische Vielseitigkeit und ihre tiefgründige künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen machen „Salon de Ravel“ zu einem einzigartigen Hörerlebnis.