Goldmund Quartet
IM SPANNUNGSFELD DER ROMANTIK
Das Goldmund Quartet hat sich einen festen Platz in der internationalen Musikwelt erobert. Seit seiner Gründung im Jahr 2009 besteht das Quartett in seiner Ursprungsbesetzung, hat mehrere internationale Wettbewerbe gewonnen und wurde als Rising Star der European Concert Hall Organisation ausgezeichnet. Auf ihrem sechsten Album widmen sich die vier Münchener Ensemblemitglieder Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen Werke schon immer einen hohen Stellenwert für sie hatte. „Seine Musik hat uns geprägt und begleitet uns bis heute – deshalb war es uns ein großes Anliegen, eine Auswahl seiner Werke für unser neues Album aufzunehmen“ erklärt Raphael Paratore, Cellist der Formation. Die Stückauswahl beinhaltet die beiden Streichquartette Nr. 2 in a-Moll, op. 13 und Nr. 6 in f-Moll, op. 80 sowie drei der Lieder ohne Worte. Letztere wurden von Jakob Encke meisterhaft für Streichquartett bearbeitet. Der Hannoveraner Violinist und Komponist hat bereits vorher schon erfolgreich mit dem Goldmund Quartet zusammengearbeitet zum Beispiel für das vorangegangene Album „Schubert: Der Tod Und Das Mädchen & Songs“. Das aktuelle Album „Mendelssohn“ wird am 7. März 2025 beim Label Berlin Classics veröffentlicht.
Das Album beginnt mit einem bedeutenden Frühwerk von Mendelssohn, mit dem Streichquartett in a-Moll. „Zwar stehen die späten Quartette Beethovens hörbar Pate für dieses Streichquartett, doch für uns ist es vor allem Ausdruck jugendlicher Expressivität und ein Beispiel für Mendelssohns Mut zum Experimentieren. Das erste Thema des langsamen Satzes erinnert in seiner Gestaltung stark an ein Lied ohne Worte und zählt für uns zu den schönsten romantisch-sehnsüchtigen Themen der Quartettliteratur. Hier lässt sich auch ein schöner Bezug zu den drei Liedern ohne Worte herstellen“ erläutert Florian Schötz, Violinist des Ensembles. Im Kontrast dazu steht Mendelssohns letztes vollendetes Werk, das Streichquartett in f-Moll, welches von tiefer Trauer geprägt ist und den Schmerz über den Verlust seiner Schwester Fanny Hensel widerspiegelt. Diese Gegensätze von jugendlicher Aufbruchsstimmung und dunkler Melancholie lassen ein Spannungsfeld entstehen, das einen berührenden Einblick in die Gefühlswelt und das Leben des Komponisten bietet. Die wunderbaren Arrangements der Lieder ohne Worte von Jakob Encke werfen ein neues Licht auf die Vielschichtigkeit menschlicher Emotionen in Mendelssohns Klavierkompositionen. Das heitere „Frühlingslied“ strahlt Optimismus aus, während der „Trauermarsch“ nachdenkliche Momente schafft und das „Venetianische Gondellied“ die Zuhörer in eine romantische Atmosphäre entführt.
Das Goldmund Quartett berührt mit feinsinnigen Interpretationen von Mendelssohns Werken und überzeugt durch technische Perfektion. Die vorliegende Aufnahme ist eine unwiderstehliche Einladung in die faszinierende musikalische Welt eines der bedeutendsten Komponisten der Romantik einzutauchen.