Carlotta Dalia
„DIE BESTE GITARRE DER WELT.“ – ANDRÉS SEGOVIA
Carlotta Dalia ist eine junge klassische Gitarristin aus Italien, die auf einem ganz besonderen Instrument spielt: einer historischen Gitarre, die vom deutschen Gitarrenbauer Hermann Hauser I für den legendären spanischen Gitarristen Andrés Segovia gebaut wurde. Ein Instrument von dem es weltweit nur noch zwei Exemplare gibt. Das eine ist im Metropolitan Museum of Art in New York ausgestellt, mit dem anderen hat Carlotta Dalia ihr aktuelles Album „Segovia“ aufgenommen – eine Hommage an Andrés Segovia, der als Pionier des klassischen Gitarrenspiels gilt.
Das Album erscheint am 28. März 2025 und ist Carlotta Dalias Debüt beim Label Berlin Classics, welches die Italienerin als erste weibliche Gitarristin frisch unter Vertrag genommen hat. Sie wurde 1999 in der Toskana geboren und hat bereits als Zwölfjährige ihr erstes Solokonzert gegeben. Im Laufe ihrer bisherigen Karriere hat sie über 40 nationale und internationale Wettbewerbe gewonnen, darunter die International Competition Niccolò Paganini in Parma. Mit 16 Jahren veröffentlichte sie ihr erstes Album „Gran Solo“. Zwei Jahre später schloss sie ihre Ausbildung an der renommierten Accademia Chigiana in Siena ab. Außerdem beendete sie im Jahr 2022 ein Aufbaustudium am Mozarteum in Salzburg. Im selben Jahr wurde ihre Einspielung sämtlicher Gitarrenwerke von Ida Presti mit dem renommierten Preis „Chitarre d’oro“ ausgezeichnet. Seit 2024 ist sie Dozentin am Conservatorio “Gaetano Donizetti” – Politecnico delle Arti di Bergamo.
Für „Segovia“ hat Carlotta Dalia Werke des spanischen Gitarristen und Komponisten Andrés Segovia (1893-1987) ausgesucht und stellt sie Kompositionen seiner Zeitgenossen Mario Castelnuovo-Tedesco (1895-1968), Carlos Pedrell (1878-1941), Hans Haug (1900-1967), Jacques Ibert (1890-1962), Federico Moreno Torroba (1891-1982) und Joaquin Turina (1882-1949) gegenüber. Besonders hervorzuheben ist das Auftragswerk des italienischen Komponisten, Dirigenten und Cellisten Enrico Melozzi mit dem Titel „Re-Birds da un frammento di J. P. Rameau“. Dieses Stück hat er speziell für Carlotta Dalia komponiert.
„Andrés Segovia hat die Gitarre im Konzertsaal verankert. Komponisten wie Castelnuovo-Tedesco, Villa-Lobos, Mompou und viele andere schrieben für ihn Gitarrenkonzerte und Solowerke. Segovia war auch der erste klassische Gitarrist, der Transkriptionen aus der Barockzeit anfertigte. Er hat die Basis gelegt“, sagt Carlotta Dalia und unterstreicht damit den Einfluss, den Segovia auf die Entwicklung des klassischen Gitarrenspiels im 20. Jahrhundert hatte. Im Jahr 1923 traf er Hermann Hauser I, dem er seine Gitarren des spanischen Gitarrenbauers Manuel Ramírez zeigte. Der süddeutsche Gitarrenbauer ließ sich inspirieren und gemeinsam entwickelten sie die Bauweise weiter. Sie verknüpften deutsche Präzision mit dem warmen, vollen Klang der spanischen Tradition. Die Hauser-Gitarre von Carlotta Dalias aus dem Jahr 1939 ist das krönende Ergebnis dieser Zusammenarbeit. Sie hat einen Korpus aus brasilianischem Palisander und eine feine Fichtendecke. Dieser Aufbau verbessert die Resonanz des Instruments und verleiht ihm eine außergewöhnliche Klangfülle. Nachdem die Hauser-Gitarre einige Zeit in verschiedenen Privatsammlungen aufbewahrt wurde, ist sie heute Teil der Stiftung „Adopt a Musician“ in Lugano. Von dieser bedeutenden italienischen Stiftung wurde Carlotta Dalia die wertvolle und einzigartige Gitarre zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise bekommt die Hauser-Gitarre wieder eine Stimme und erklingt in Carlotta Dalias Konzerten, sowie auf ihrem neuen Album.
Die bemerkenswerte Gitarristin hat sich zum Ziel gesetzt, die klassische Gitarre einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und sie als festen Bestandteil der Konzertlandschaft zu etablieren. Ihre Hommage an Andrés Segovia ist eine wunderbare Einladung, die Schönheit und Vielfalt der klassischen Gitarre zu entdecken und zu erleben. Mit ihrem virtuosen Spiel und dem einzigartigen Timbre der Hauser-Gitarre verzaubert Carlotta Dalia ihr Publikum und trägt so die Tradition von Segovia in die Gegenwart.