Céline Moinet
Wirkungsvolle Spitzentöne aus Salzburg
Am 4. April 2025 veröffentlicht die französische Oboistin Céline Moinet ihr viertes Album beim Label Berlin Classics. Auf diesem Album präsentiert Moinet eine exquisite Sammlung von Kammermusikwerken der Salzburger Meister Wolfgang Amadeus Mozart und Luigi Gatti. Begleitet wird sie von ihren langjährigen musikalischen Weggefährten Mohamed Hiber (Violine), Sindy Mohamed (Viola) und Tim Park (Cello). Gemeinsam eröffnen sie den Hörern eine faszinierende Klangwelt, die sowohl bekannte als auch weniger bekannte Werke dieser beiden Komponisten umfasst.
Das Repertoire des Albums umfasst Mozarts berühmtes Oboenquartett in F-Dur, K. 370, sowie das Andante cantabile K. 330, arrangiert für Oboenquartett von David Walter. Zudem erklingt das Adagio K. 580 in einer Version für Englischhorn. Luigi Gatti, ein Zeitgenosse Mozarts, wird mit seinen Quartetten in C-Dur und F-Dur vorgestellt. Diese Werke bieten eine seltene Gelegenheit, Gattis innovative Ansätze und seine Virtuosität im Umgang mit der Oboe zu entdecken. Besonders das F-Dur-Quartett ist bekannt für seine herausfordernden Passagen, die die technischen Grenzen der Oboe ausloten.
Céline Moinet, deren Oboenspiel vom Fachmagazin Fono Forum als „Hochgenuss“ bezeichnet wird, bringt ihre außergewöhnliche Fähigkeit, Klangfarben und Timbres zu variieren, in diese Aufnahme ein. Ihre bisherigen Veröffentlichungen bei Berlin Classics haben sich durchweg durch höchste Musikalität und technische Brillanz ausgezeichnet. Die Süddeutsche Zeitung beschreibt ihre Interpretationen als „ein Fest für die Ohren“, während die Frankfurter Allgemeine Zeitung ihre „meisterhafte Beherrschung des Instruments“ lobt.
Der Violinist Mahamed Hiber wurde ebenfalls in Frankreich geboren und ist inzwischen bekannt für seine Zusammenarbeit mit Größen wie Daniel Barenboim und Anne-Sophie Mutter, von deren Stiftung er auch gefördert wird. Seine Erfahrung als Konzertmeister des West-Eastern Divan Orchestra und sein Engagement für die Kammermusik machen ihn zu einem idealen Partner für dieses Projekt. Hiber spielt auf einer seltenen Geige aus dem Jahr 1780 von Giovanni Battista Guadagnini, die ihm großzügig von der Stretton Society zur Verfügung gestellt wird.
Sindy Mohamed hat ebenfalls französische, aber auch ägyptische Wurzeln. Die Viola-Spielerin bringt ihre reiche Erfahrung aus internationalen Festivals und ihrer Arbeit mit renommierten Orchestern und Ensembles ein. Ihre musikalische Ausbildung an der Kronberg Academy und ihre Zusammenarbeit mit Künstlern wie Renaud Capuçon und Tabea Zimmermann verleihen ihren Interpretationen Tiefe und Ausdruckskraft.
Tim Park, Cellist und ebenfalls ein leidenschaftlicher Kammermusiker, komplettiert das Ensemble. Seine Auftritte in bedeutenden Konzertsälen weltweit und seine Mitgliedschaft im Erlenbusch Streichquartett zeugen von seiner musikalischen Vielseitigkeit und seinem Engagement für die Kammermusik. Park spielt auf einem kostbaren Cello von Gennaro Gagliano aus dem Jahr 1740, das seinen warmen und vollen Klang perfekt zur Geltung bringt.
Mit dieser Aufnahme gelingt es Céline Moinet und ihrem Ensemble, die Musik Mozarts und Gattis in neuem Licht zu präsentieren. Die Kombination aus bekannten Meisterwerken und selten gehörten Kompositionen bietet ein reichhaltiges Hörerlebnis. Das Album ist ein weiterer Meilenstein in Moinets beeindruckender Karriere.